Mehr Verständnis durch vertieftes Wissen

„Gender-Medizin“ etabliert sich seit den 90er Jahren als wichtiges Fachgebiet der Medizin. Es verfolgt die systematische, evidenzbasierte Untersuchung von Geschlechterunterschieden oder -gemeinsamkeiten in der Medizin.

Das Basiscurriculum „Gender Medicine“ umfasst ein Angebot an Vorlesungen, welche unsere Studierenden der Humanmedizin während ihres Studiums zwischen dem 1. und 10. Semester besuchen können. Wenn Sie an diesen Veranstaltungen teilnehmen, erwerben Sie die wichtige Schlüsselqualifikation „Gender-Kompetenz“.

Das Aufbaucurriculum „Gender Medicine“ wurde als klinisches Wahlfach für Studierende ab dem 7. Fachsemester entwickelt. Unter dem Titel „Lebensphasen – geschlechts- und gender­spezifische Aspekte“ wird besonders interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, sich interdisziplinär und fallbasiert mit geschlechts- und genderspezifischen Unterschieden in den Lebensläufen von Männern und Frauen auseinanderzusetzen und Konsequenzen für die eigene ärztliche Tätigkeit abzuleiten.

Alle Bestrebungen der Gender-Medizin dienen dem übergeordneten Ziel einer Qualitätssteigerung durch eine optimierte individuelle Patientenversorgung.

Folgende Lernziele gehören u. a. zur Genderkompetenz:

  • Kenntnis geschlechterspezifischer Unterschiede in Prävention, Symptomatik, Diagnostik oder Therapie für ausgewählte wichtige Krankheitsbilder
  • Wissen um geschlechterspezifische Kommunikation
  • Kritische Reflexion des eigenen geschlechtsspezifischen Rollenverhaltens als Arzt