Else Kröner-Forschungskolleg Ulm

 Seit dem Frühjahr 2011 fördert die Else Kröner-Fresenius-Stiftung an der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm ein Forschungskolleg zum Thema "Stammzellen, Alterung und maligne Transformation: Vom experimentellen Modell zur klinischen Anwendung" als strukturiertes Ausbildungs-Programm zur wissenschaftlichen Qualifikation überdurchschnittlich begabter junger Ärztinnen und Ärzte.

Das Forschungskolleg wird von Prof. Dr. Stephan Stilgenbauer und von Prof. Dr. Hartmut Geiger in enger Zusammenarbeit mit der Dekanatsverwaltung der Medizinischen Fakultät, Bereich Forschung und Internationale Zusammenarbeit (PD Dr. Dieter Brockmann), geleitet. 

Maligne Transformation ist mit Alterung assoziiert, und es wird vermutet, dass gewebespezifische Stammzellen oder auch „cancer-initiating stem cells“ involviert sind. Neuartige, erfolgversprechende Behandlungsansätze bedürfen daher einer klinik- und fachübergreifenden vernetzen Betrachtungsweise und Interaktion dieser Themenbereiche in der Forschung, um das im Labor gewonnene Wissen über molekulare Grundlagen der Erkrankungen in klinische Therapien übertragen zu können. Diese Entwicklung neuartiger und zukunftsweisender biomedizinischer Ansätze zur Therapie wird von jungen Ärztinnen und Ärzten vorangetrieben, welche bereit und fähig sind, ihre Begabung in die wissenschaftliche Forschung einzubringen und diese in die klinische Anwendung zu überführen. Durch das Else Kröner-Forschungskolleg Ulm soll diesen Ärztinnen und Ärzten in ihrer Ausbildung der entsprechende Freiraum geboten und ein nachhaltiges Konzept zu ihrer Ausbildung und Betreuung geschaffen werden. Dies beinhaltet im Anschluss an die Freistellung auch die Rückkehr in die Klinik mit Weiterführung des Laborprojekts, Verzahnung mit klinischer Tätigkeit, Integration in Rotationen und Facharztausbildung.

Leitbild des EKF Ulm ist ein „physician scientist“ in einem translationalen Konzept aus Grundlagenforschung und klinischer Anwendung zur Entwicklung neuartiger Therapien in einer fachübergreifenden Interaktion. Ermöglicht wird diese wissenschaftliche Ausbildung und Karriereentwicklung durch Freistellungen von klinischer Verpflichtung zur experimentellen Betätigung in koordinierter Zusammenarbeit an der oben genannten gemeinsamen Thematik. Die Aneignung und Entwicklung mechanistischer Ansätze und Methoden im Bereich maligner Transformation, Stammzellen und Alterungsforschung wird es den Kollegiaten erlauben, klinische Fragestellungen hinsichtlich der Thematik des Kollegs in eigene Forschungskonzepte umzusetzen, welche nach erfolgreicher Bearbeitung in verbesserten diagnostischen Verfahren und neuartigen Therapien resultieren können.

Die Projekte, welche 2017 im Rahmen des Else-Kröner-Forschungskollegs gefördert werden, sind hier aufgelistet.