Dr. Verena Gaidzik

Frau Dr. med. Verena I. Gaidzik ist seit Beendigung ihres Studiums der Humanmedizin an der Universität Ulm 2005 ärztliche und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Ulm (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. H. Döhner). In der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. med. K. Döhner liegt ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt in der Identifizierung neuer genetischer Aberrationen der akuten myeloischen Leukämie (AML) sowie deren Evaluation hinsichtlich prognostischer und prädiktiver Bedeutung. Ein Großteil ihrer Projekte ist in die prospektiven klinischen Studien der Deutsch-Österreichischen Studiengruppe AMLSG eingebettet. Neben der molekulargenetischen Charakterisierung der AML beschäftigt sich Frau Dr. Gaidzik auch mit der funktionellen Charakterisierung neuer Kandidatengene. Ein weiterer Fokus ihrer Arbeit ist die Analyse minimaler Resterkrankung (MRD), welche zu einer Verbesserung des Überlebens der AML Patienten beitragen soll. Im Rahmen des hier beantragten Projekts wird ein molekulares MRD Monitoring bei AML Patienten mit DNMT3A Mutation (DNMT3Amut) durchgeführt werden, um zu evaluieren, ob anhand der DNMT3Amut Transkriptlevel (TL) Patienten mit einem erhöhten Rezidivrisiko identifiziert werden können. Darüber hinaus soll mittels der Kinetik der DNMT3Amut TL untersucht werden, ob DNMT3Amut AML Patienten von bestimmten Therapien profitieren.

Dr. Frauke Theis

Frau Dr. med. Frauke Theis ist seit 2011 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik für Innere Medizin III der Universitätsklinik Ulm tätig; sie befindet sich im 6. Weiterbildungsjahr zur Fachärztin für Innere Medizin. Seit 2012 ist sie Mitglied der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe „Molecular Genetics of Myeloid Leukemias“, die ihren Schwerpunkt in der genetischen Charakterisierung der akuten myeloischen Leukämie sowie der Identifizierung prognostischer und prädiktiver Marker hat. Genmutationen in Tyrosinkinasen wie z.B. KIT stellen eine exzellente Zielstruktur für eine Inhibition durch Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) dar. Mit der Plasma-Inhibitor-Aktivitäts-(PIA) Analyse kann die Effektivität einer solchen Therapie bestimmt und mit dem klinischen Ansprechen korreliert werden. Im Rahmen des Else Kröner-Forschungskolleg wird Frau Dr. Theis die PIA-Analyse für die mit dem TKI Dasatinib kombinierten AMLSG Studien 21-13 und 11-08 durchführen.

Dr. Verena Wais

Dr. med. Verena Wais beendete ihr Studium 2012 an der Universität Ulm und ist seit 2013 als Assistenzärztin und wissenschaftlicher Mitarbeiterin in der Klinik für Innere Medizin III mit Schwerpunkt „allogene Stammzelltransplantation“ in Ulm tätig. 

Im Rahmen des durch das Else-Kröne-Forschungskolleg geförderten Projekts sollen klinische Probleme, steroid-refraktäre akute GvHD und poor-graft function, welche regelmäßig bei allogener Stammzelltransplantation auftreten, erforscht werden. Hierzu werden Pantienten- als auch Transplantatproben auf microRNAs sequenziert und analysiert.

Durch die Analysen sollen neue Einblicke in die Biologie, Pathogenese und prädiktive Faktoren der steroid-refraktären akuten GvHD und poor-graft function gewonnen werden, die einen wichtigen Beitrag für zukünftige Behandlungsstrategien liefern.

Julia Zinngrebe

Julia Zinngrebe beendete das Studium der Humanmedizin an der Universität Ulm im Jahr 2014 und ist seit 2015 als Assistenzärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin beschäftigt.

Während ihrer Doktorarbeit am University College London beschäftigte sich Frau Zinngrebe mit der linearen Ubiquitinylierung von Proteinen und ihrer Funktion im Toll-like Rezeptor 3-Signalweg.

Die Ubiquitinylierung von Proteinen spielt ebenfalls in der Regulation von Zelltod und Genaktivierung eine wichtige Rolle. Der Familie der Inhibitor of Apoptosis Proteins (IAPs) wird hierbei eine wesentliche Funktion zugeschrieben. IAP-Antagonisten, auch Smac Mimetics (SMs) genannt, wurden entwickelt, um der natürlichen Funktion der IAPs entgegen zu wirken. SMs lösen Zelltod in einer ganzen Reihe von Krebsentitäten aus, u. a. auch in der B‑Vorläuferzell‑ALL. Allerdings zeigen B-Vorläufer-ALL-Zelllinien und primäre Patientenproben ein sehr heterogenes Ansprechen auf SMs. Im Rahmen des Projekts des Else Kröner-Forschungskollegs sollen zugrundeliegende Resistenzmuster und –mechanismen aufgeklärt werden, um diese zu überwinden.