Programmpauschale Ihrer ersten DFG-Bewilligung

Das Dekanat (ehemals Fakultätsvorstand) hat beschlossen, Wissenschaftlern bei ihrer ersten eigenständig (als Hauptantragsteller/in) eingeworbenen DFG-Sachbeihilfe für ein Forschungsprojekt einen Anteil an der Programmpauschale von zwei Dritteln ad personam (und nicht ihrer Einrichtung) zuzuweisen. Dies gilt für Neubewilligungen ab dem 1.4.14. Dazu ist es notwendig, nach Erhalt der DFG-Bewilligung das folgende Formular ausgefüllt an den Bereich Forschung und Internationale Zusammenarbeit der Dekanatsverwaltung der Medizinischen Fakultät zu senden:

Antrag auf ad personam Zuweisung eines erhöhten Anteils an der DFG-Programmpauschale für Erstantragsteller
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Die Programmpauschale ist nach Definition der DFG ein pauschaler Zuschlag zur Deckung der mit der Förderung verbundenen indirekten Projektausgaben. Die Programmpauschale beträgt bis zu 22% der abrechenbaren und anerkannten direkten Projektausgaben. Sie gewährt pauschalen Ersatz für durch die Projektförderung in Anspruch genommene Infrastruktur (beispielsweise für Raum-, Wartungs-, Software- oder Energiekosten) und für die Mitarbeit von Personen, die nicht als Projektmitarbeiter abgerechnet werden. Solche indirekten Projektausgaben können sowohl zentral als auch dezentral anfallen.

An der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm wird die Programmpauschale normalerweise zu 2/3 der Fakultät und zu 1/3 der einwerbenden Einrichtung zugewiesen. Das Dekanat will durch seinen Beschluss, bei der ersten DFG-Bewilligung 2/3 dem Antragsteller ad personam zuzuweisen, einen Anreiz setzen, Anträge bei der DFG zu stellen. Der einwerbende Forscher kann mit den Mitteln nach eigenem Ermessen die Infrastruktur seiner Arbeitsgruppe verbessern.
 

Stärkung von Nachwuchsgruppen

Bei Einwerbung einer Emmy Noether Nachwuchsgruppe der DFG sowie bei vergleichbaren Förderinstrumenten anderer Geldgeber mit Overheads finanziert die Medizinische Fakultät der Nachwuchsgruppe befristet für 3 Jahre einen Wissenschaftler (Postdoc, E13 100%). Diese Regelung gilt für Neubewilligungen ab dem 1.4.14.

Der zusätzliche Wissenschaftler soll die junge Arbeitsgruppe noch erfolgreicher machen (Publikationen, Drittmittel) und ein Anreiz sein, speziell Nachwuchsgruppen bei Geldgebern mit Overheads einzuwerben.

Bei Einwerbung einer Max Eder-Nachwuchsgruppe der Deutschen Krebshilfe gibt die Medizinische Fakultät der Nachwuchsgruppe einen Zuschuss in Höhe von 10% der jährlichen Fördersumme für 3 Jahre. Diese Regelung gilt für Neubewilligungen ab dem 1.1.15.

Über eine Weiterfinanzierung des Wissenschaftlers bzw. des Zuschusses bis zum Ende der Projektlaufzeit (die bei Emmy Noether Nachwuchsgruppen 5-6 Jahre beträgt) entscheidet das Dekanat einzelfall- und leistungsbezogen. Mit Wechsel des Nachwuchsgruppenleiters oder der Nachwuchsgruppe an eine andere Universität entfällt die Förderung. 

Im Falle einer Bewilligung nehmen Sie bitte formlos Kontakt mit der Dekanatsverwaltung Medizin, Bereich Forschung und Internationale Zusammenarbeit, auf.