wise@ulm - Wissenschaftlichkeit im Studium erlernen

Wissenschaftliche Kompetenzen bilden die Grundlage, um im Rahmen einer immer komplexer werdenden Versorgungssituation, evidenzbasierte Entscheidungen auf dem jeweils aktuellen Stand medizinischer Erkenntnisse und individuell, auf Patientinnen und Patienten bezogen, treffen zu können. Darüber hinaus bilden Wissenschaftliche Kompetenzen die Voraussetzung für lebenslanges Lernen und die Anschlussfähigkeit über die gesamte Berufslaufbahn hinweg.

Daher beinhaltet das Ulmer Ausbildungsprofil der Humanmedizin Veranstaltungen zur Ausbildung der notwendigen wissenschaftlichen Basiskompetenzen. Darüber hinaus erlaubt es wissenschaftlich interessierten Studierenden, sich vertiefend mit dem Thema Wissenschaftlichkeit auseinanderzusetzen.

Für Promovierende gibt es an der medizinischen Fakultät besondere Programme zur Förderung ihrer wissenschaftlichen Kompetenzen im Hinblick auf eine erfolgreiche Promotion und eine eventuell zukünftige medizinische Forschungstätigkeit. Hierbei ist im Besonderen das strukturierte Promotionsprogramm „Experimentelle Medizin“ zu nennen. Es stehen auch andere strukturierte Begleitungen für eine Doktorarbeit, z. B. innerhalb der Ulmer Studientracks, zur Auswahl.

Zusammengefasst bilden die Veranstaltungen zu den wissenschaftlichen Kompetenzen das Konzept wise@ulm, das semesterübergreifend als longitudinal verlaufendes Mosaik-Curriculum gestaltet ist.
Auch in Zukunft wird wise@ulm kontinuierlich weiterentwickelt und in das Ulmer Lehrkonzept med@ulm als Mosaikcurriculum nachhaltig eingebunden.

Innerhalb des Ulmer Ausbildungsprofils werden wissenschaftliche Kompetenzen anhand unterschiedlicher Veranstaltungsformate und mit Hilfe moderner didaktischer Elemente gefördert:

  • Forschungsvermittelnd: Lehrende informieren über wissenschaftliche Befunde (z. B. Vorlesung)
  • Tutorierte Forschung: In Kleingruppen-Diskussionen mit einem Lehrenden Forschungsbefunde kennen und bewerten lernen (z. B. POL-Formate)
  • Forschungsorientiert: Studierende lernen den Forschungsprozess und die damit erreichten Ergebnisse kennen; auch wird eine wissenschaftlich-kritischen Grundhaltung vermittelt. (z. B. (Doktoranden-) Seminare, Kolloquien)
  • Forschungsbasiert: Studierende in der Rolle von Forschern, die Ihre eigene (Forschungs-)Arbeit anfertigen

Ziele

Der/die auf wissenschaftlicher Grundlage ausgebildete Absolvent/in beachtet die Prinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens sowie deren Bedeutung für das ärztliche Denken und Handeln. Dazu gehören insbesondere die Fähigkeiten und Fertigkeiten:

  • als kritische Anwender/-innen die Prinzipien und Methoden der evidenzbasierten Medizin zu erläutern und diese bei Problemstellungen im Rahmen der Behandlung individueller Patientinnen und Patienten anzuwenden
  • einen Beitrag zum Entstehen neuer Erkenntnisse zu leisten
  • einen Beitrag zur Verbreitung, Anwendung und Translation neuer Erkenntnisse und Praktiken zu leisten