Ablauf und Gliederung des Studiums

Das Zahnmedizinstudium gliedert sich in zwei Studienabschnitte: vorklinischer und klinischer Studienabschnitt. Es sind insgesamt drei staatliche Prüfungen abzulegen:

  • Naturwissenschaftliche Vorprüfung (Vorphysikum)
  • Zahnärztliche Vorprüfung (Physikum)
  • Zahnärztliche Prüfung (Staatsexamen)

Im vorklinischen Studienabschnitt werden neben spezifisch-zahnmedizinische Lehrinhalten zunächst naturwissenschaftliche und anatomische Grundlagen geschaffen, auf denen im klinischen Abschnitt umfassende praxis- und patientenbezogene Inhalte aufbauen. Dieser Studienabschnitt umfasst fünf Semester. Er beinhaltet die Naturwissenschaftliche Vorprüfung (frühestens nach zwei Semestern) mit mündlichen Prüfungen in den Fächern Biologie/Zoologie, Chemie und Physik und schließt mit der Zahnärztlichen Vorprüfung (Physikum) ab. Die Zahnärztliche Vorprüfung umfasst eine mündliche und praktische Prüfung im Fach Zahnersatzkunde sowie mündliche Prüfungen in den Fächern Anatomie, Physiologie und Physiologische Chemie.

Der klinische Studienabschnitt dauert ebenfalls fünf Semester. Die daran anschließende Zahnärztlichen Prüfung (Staatsexamen) umfasst die Fächer Kieferorthopädie, Zahnerhaltungskunde, Zahnersatzkunde, Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, Chirurgie, Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Hygiene, medizinische Mikrobiologie und Gesundheitsfürsorge, Innere Medizin und Pharmakologie.

Nach erfolgreicher Zahnärztlicher Prüfung kann die Approbation (Genehmigung zur Ausübung der Tätigkeit als Zahnarzt) beantragt werden.

Eine Promotion zum Dr. med. dent. ist möglich.

Folgende Weiterbildungen können anschließen:

  • Fachzahnarzt für Kieferorthopädie
  • Fachzahnarzt für Oralchirurgie
  • Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (erfordert ein zusätzliches Studium der Humanmedizin).

Die Studieninhalte im Überblick

Vorklinischer Studienabschnitt (1. – 5. Semester)
Im vorklinischen Studienabschnitt lehnt sich die zahnmedizinische Ausbildung stark an den Studiengang Humanmedizin an. An den meisten Vorlesungen und Praktika nehmen die Studierenden beider Fachrichtungen gemeinsam teil – z. B. in Biologie, Chemie, Anatomie, Physiologie und Biochemie. Drei zahntechnisch-praktisch ausgerichtete Kurse und die begleitenden Vorlesungen vermitteln spezifisch-zahnmedizinische Lehrinhalte:

  • Kurs der Technischen Propädeutik (2. Semester)
  • Phantomkurs I der Zahnersatzkunde (3. Semester)
  • Phantomkurs II der Zahnersatzkunde (im Anschluss an 3. bzw. 4. Semester)

Klinischer Studienabschnitt (6. – 10. Semester)
Der spezielle Teil des klinischen Studienabschnitts umfasst die Lehrveranstaltungen der vier zahnmedizinischen Hauptfächer:

  • Zahnerhaltungskunde (Kariologie/Endodontologie, Parodontologie, Kinderzahnheilkunde), Zahnersatzkunde
  • Kieferorthopädie
  • Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie

Die klinisch-praktische Ausbildung ist so strukturiert, dass im jeweils folgenden Kurs auf den Erfahrungen aus den zuvor absolvierten Kursen aufgebaut werden kann. Der allgemeine Teil des klinischen Studienabschnitts umfasst die Fächer Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie, Klinische Chemie, Mikrobiologie und Hygiene, Pathologie, Dermatologie, Pharmakologie und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.